Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus

Ausgewählte Zitate Hitlers zur Rolle der Frau:

(entnommen: wikipedia.de)

Wie bereits erkennbar ist der Platz der Frau im Nationalsozialismus der Haushalt der Familie und ihre Aufgabe die Erziehung der Kinder, sowie die Versorgung der Familie (Ideoligie: Mutter vieler „erbgesunder“ und „rassenreiner“ Kinder). Damit sollte die Frau ihren Part im Sinne der Volksgemeinschaft wahrnehmen und erfüllen. Typische Charaktereigenschaften sollten (neben arischer Abstammung) sein: Treue, Pflichterfüllung, Opferbereitschaft, Leidensfähigkeit, Selbstlosigkeit

In der Realität konnten die Nationalsozialisten ihre Vorstellungen jedoch kaum durchsetzen. Zwar drängten sie zu Beginn ihrer Herrschaft die Frauen aus dem Arbeitsleben zurück, mussten jedoch spätestens mit dem Krieg mehr und mehr wieder auf Frauen zurückgreifen, um die Produktion und das Wirtschaftsleben aufrecht erhalten zu können. Dabei muss ironischer Weise festgestellt werden, dass die Nationalsozialisten letztlich die politischen Forderungen der Frauen für die Zeit nach dem 2. Weltkrieg eher stärkten.

Auf dem Lande war von vornherein klar, dass die Landwirtschaft auf die Frauen als Arbeitskräfte nicht verzichten konnte. Aber auch im Reichsarbeitsdienst wurden ab 1937 die Frauen im "Pflichtjahr" als Arbeitskräfte bewusst gefordert und eingesetzt.

In der Poltitik (abgesehen von der Propaganda zur Implementierung des Rollenverständnisses) spielte die Frau im Nationalsozialismus keine Rolle. Faktisch wurde ihr im November 1933 durch die Aufstellung einer NS-Einheitsliste bei den Wahlen das passive Wahlrecht entzogen. Auch die Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten wurden eingeschränkt. Ausdruck findet die Ideologie und das Rollenverständnis der Nationalsozialisten auch in der Einführung des Muttertags und des Mutterkreuzes. Zur Herausdrängung aus dem Beruf wurde z.B. das "Ehestandsdarlehen" genutzt. Dies wurde gewährt, wenn bei einer Eheschließung die bis dahin berufstätige Frau ihren Beruf aufgab. Die Rückzahlungsverpflichtung verringerte sich pro Kind um 1/4.

Die NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk waren die einzigen zugelassenen Frauenorganisationen im „Dritten Reich“. Nachwuchsorganisation war der Bund Deutscher Mädel.

Die NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk zählten vier Millionen Mitglieder sowie weitere vier Millionen inkorporierte Mitglieder. Nach 1939 stieg ihre Zahl um weitere zwei Millionen an. Hinzu kam der bisher wenig beachtete Reichsluftschutzbund mit 12 Millionen Mitgliedern, die wiederum zu 70 % weiblich waren (Wikipedia.de)